Die Farbgebung zeichnet das Auto als cool oder uncool aus, genauso wie die Wahl der Felgen.
Bleiben wir mal bei der coolen Version. Das Problem ist, etwas richtig zu machen, in einem Spiel wo es keine Regeln gibt. Es geht nicht nur darum das Auto gut aussehen zu lassen, sondern der Besitzer sollte auch glücklich damit sein. Der Look des Autos sollte den Charakter des Besitzers wiederspiegeln, egal wie verrückt oder konservativ er ist.
Die Lackierung ist für das Thema und den Stil des Fahrzeugs genauso wichtig wie alle anderen Komponenten die diesen Stil erzeugen. Man sollte das Auto als Ganzes sehen und Farben wählen die zum Gesamtbild passen. Auf einem 50er Jahre Hot Rod z. B. empfehlen sich Farben die für diese Ära stehen. Ist es ein eher progressives Hightech Car, kann man schon etwas wilder werden. An einem Custom mit einem edlen eleganten Interieur kommen wahrscheinlich kräftige Farben am Besten.
Wenn das Auto ein Daily Driver ist, dann vergiss teure Perlmuttlacke. Nimm Farben die man leicht ausbessern kann und wähle Farben an denen Du Dich nicht nach kurzer Zeit sattsiehst oder die in 2 3 Jahren wieder out sind. Wenn das Auto ein richtiger Hammer werden und ein kurzlebiger Showstopper sein soll, dann kannst Du ruhig in die Vollen gehen und trendige, knallige Farben verwenden.
Denke bei der Farbauswahl immer an die, die Du schon an anderen Autos gesehen hast, und lass Dich von allem Möglichen inspirieren.
Zweifarbtonlackierungen stammen hauptsächlich aus den 50ern und sind wieder schwer in Mode gekommen. Sie können sehr viel Eleganz ausdrücken, was aber die Farbauswahl natürlich nicht einfacher macht. Traditionelle Kombinationen wie die neutralen Töne Schwarz, Weiss, Beige oder Grau und Silber mit normalen Buntfarben gemixt, sind eigentlich immer eine sichere Wahl, aber eben auch nicht immer die interessantesten. Beim Mischen von zwei kräftigen, nicht neutralen Farben, liegt der Trick darin, sie durch eine sparsam verwendete, neutrale Farbe zu trennen. Sei es durch ein Pinstripe, eine Zierleiste oder gar eine Farbfläche zwischen zwei Zierleisten. Das trennt die Farben zwar voneinander, lässt sie aber insgesamt harmonieren.
Es stellt sich auch die Frage, wieviel Afmerksamkeit soll das Auto erregen und bei wem. Knallige Farben und Showeffekte wie Flammen und Chamäleon Farben ziehen zwar viele Ohhs und Ahhhs von der breiten Masse auf sich, aber ein Autokenner, sieht das schon etwas kritischer. Es muss eben geschmackvoll gemacht sein. Es nützt die sauberste Lackierung der Flammen nichts, wenn ihre Form nicht stimmt.
Eine gute Lackierung holt die guten Aspekte eines Fahrzeugs heraus anstatt sie zu übertönen. Eigentlich wie das Make Up bei einer Frau oder der Anzug eines Mannes. Es sollte die Vorzüge unterstreichen und hervorheben, anstatt sie zu erschlagen.
Zur Zeit sind erdige Töne der grosse Trend. Kupfer, Zimt, dunkle Oranges, Gold, Braun, tiefe Rots, genauso wie alle Arten von Grüntönen. Die gab es zwar schon immer, aber die modernen Materialien geben ihnen sattere Farben und tiefere Brillianz, nicht zuletzt durch die feinen Metallics.
In den 60ern waren die grobkörnigen Glimmerlacke sehr angesagt, bei uns auch bekannt als „Boxautolack“. Dieser Trend wanderte zu den Low Ridern ab, fand seinen Weg aber bald zurück. Heute sieht man sie immer mehr bei den Old Stylern, die damit meistens die Dächer lackieren oder Streifen und Scallops damit versehen.
Was ist also das Geheimnis, dass Deine Lackierung in 2009 immer noch cool ist ?
Die neutralen, klassischen Farben werden auf jeden Fall überleben. Wenn Du einem Trend folgen möchtest, sieh zu, dass Du die erste Welle erwischst. Das erfordert natürlich einen klaren Instinkt. Auch Du kannst Trendsetter somit sein.
Das Äussere Deines Fahrzeugs ist ein Statemant von Dir. Du musst dahinterstehen, egal was Dich zu der Farbwahl bewogen hat. Du bist der einzige Experte wenn es darum geht Deinen Geschmack zu treffen. Sorge Dich nicht zu sehr darum einem Trend zu folgen, denn Du hast diese Farbe wahrscheinlich so lange wie Du den Wagen besitzt, und Du sollst ja auch in 5 Jahren noch Freude dran haben.
Hier ein paar Basic Tipps :
Grenze zuerst mal die Farbfamilie ein, also Grüns, Rots, Oranges, Metallics, Perls oder Erdtöne usw. Hierbei lässt sich auch gleich ausschliessen was nicht in Frage kommt.
Wähle einen Farbton aus, mit dem Du lange leben kannst. Lack ist teuer, und Du willst Dein Auto ja nicht alle 2 Jahre neu lackieren.
Nimm einen Farbton der zum Stil des Autos passt. Du wirst z. B. Deinen 57er Chevy nicht quietschepink machen, wenn er so aussehen soll, als wäre er gerade vom Band gelaufen.
Hol Dir zweite Meinungen ein, aber von Leuten wo Du sicher sein kannst, dass sie Geschmack haben, und lass sie ihren Vorschlag genau begründen. Aber frag nicht zu viele Leute, das verwirrt nur. Vielleicht hast Du ja im Bekanntenkreis jemanden der mit Computergrafik umgehen kann, und Dein Auto mit Hilfe eines Fotos in verschiedenen Farben darstellen kann. So kannst Du Deine Ideen gleich aufs Auto übertragen und Fehler vermeiden.
Vorsicht mit kräftigen Farben die momentan schwer angesagt sind. Sicher erinnerst Du Dich an das türkis und pink aus den 80ern, das heute keiner mehr sehen will.
Sorge für Kontrast. Sei es mit Zierleisten oder Felgen die im Kontrast stehen. Zu viel eines Farbtons ist genau das : Zuviel !
Dräng Dich nicht selbst in eine Ecke. Es ist normal sich während eines Projektes umzuentscheiden.
Teste die Wirkung von Farben, speziell Metallics und Perls, auf alten Glühbirnen. Die Rundung zeigt die Effekte sehr viel deutlicher als eine glatte Fläche. Schau Dir die „Testbirne“ auch mal nachts unter einer Laterne an.
Sei ehrlich zu Dir selbst. Ein wildes Design, oder schreiende Farben mögen auf dem Auto eines anderen gut aussehen, aber vielleicht bist Du etwas konservativer, und Du würdest Dich nach der ersten Begeisterung bald fragen was Dich dammals da geritten hat !??
Schau Dich um im Strassenverkehr. Achte besonders auf Neufahrzeuge. Die Hersteller haben endlich die Farbwelten entdeckt und kommen mit immer mehr attraktiven Tönen und Effekten auf den Markt.
Greife möglichst auf Werkstöne zurück, also Farben die werkseitig auf Fahrzeuge lackiert werden. Die kann jede Lackiererei nachmischen und Du hast immer denselben Farbton.
Bei Cabrios empfiehlt sich zuerst abzuklären, welche Verdeckfarben lieferbar sind. So kann man den Lackton harmonisch angleichen, und auch gleich die Innenausstattung anpassen.
Deine Lieblingsfarbe muss nicht unbedingt zum Auto passen. Nur weil Du vielleicht lila magst, läufst Du ja auch nicht nur in lila Klamotten rum. |
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Ein schönes Beispiel für eine harmonische Zweiton - Lackierung.
Die Zierleisten trennen die Farben und bringen Leben in die Sache.
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Ein bisschen Farbe kann viel bewirken. Ohne das Violett wäre der schwarze Impala nur halb so interessant. Das Gardinenspitzen Design ist nur die Sahne auf dem Kuchen.
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Typische Fifties Zweifarblackierung in Unitönen. Wieder die Zierleisten als Harmonizer. Deutlicher lassen sich die Formen des Fords kaum zur Geltung bringen.
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Zweifellos große Handwerkskunst. Doch es stellt sich die Frage ob man den Bodyformen des Rods einen Gefallen tut. Das Airbrush lässt die Konturen der Karrosserie verschwimmen und man bekommt keinen Gesamteindruck des Autos.
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SCHOCK !! Mutig, aber nix langfristiges. Hoher Sattseh Faktor.
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Hat man keine Zierleisten für die Trennung zur Verfügung ist es sehr wichtig, wo und wie man die Farben separiert. Hier wurde geschickt der untere Motorhaubenverlauf aufgenommen und fortgeführt. Kaum wahrnehmbar und doch so wichtig: Die dünne Linie in Pink zwischen den beiden Tönen.
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Die Beschriftung und die knalligen Felgen veredeln das Mattschwarz.
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So dann lieber doch nicht ! Das Grün ist zu gleichwertig mit dem Orange. Die dünne Trennlinie rettet hier auch nichts mehr. Die grüne Fläche zerschlägt die schöne Form des Pick Ups, da sie völlig gegen seine Linien läuft.
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